Die Magie des Kinos – Filmschaffende über ihre Kunst
In loser Folge findet man hier Aussagen von FilmemacherInnen über ihre Arbeitsweise und ihre persönliche Sicht auf Film und Kino. Es sind prägnante Zitate, die zum Nachdenken und manchmal auch zum Widerspruch einladen sollen.
Das Wort hat Youssef Chahine:
Jeder Regisseur besitzt seine persönliche Sichtweise. Ich sage, ich bin ein Teil Ägyptens und meine Sichtweisen und Meinungen entsprechen meinen Gegebenheiten und Eigenarten. Ich lebe ja nicht im luftleeren Raum, sondern reagiere auf die Ägypter, auf die Menschen um mich herum. Ein Film erwächst aus einem Thema, das einem sehr nahe geht, und wenn es anderen ebenso nahe geht, ist es noch besser und wirklich einen Film wert.
Youssef Chahine (1926 – 2008), bedeutendster ägyptischer Regisseur. Wichtige Filme: Hauptbahnhof Kairo (1958), Sultan Saladin (1963), Die Erde (1968), Der Spatz (1972), Alexandria…warum? (1979), Eine ägyptische Geschichte (1983), Adieu Bonaparte (1985), Für immer Alexandria (1990), Das Schicksal (1997)