Die Magie des Kinos – Filmschaffende über ihre Kunst
In loser Folge findet man hier Aussagen von FilmemacherInnen über ihre Arbeitsweise und ihre persönliche Sicht auf Film und Kino. Es sind prägnante Zitate, die zum Nachdenken und manchmal auch zum Widerspruch einladen sollen.
Das Wort hat Robert Siodmak:
Ich halte es für die wichtigste Aufgabe des Regisseurs, alle Eigenheiten seiner künstlerischen Mitarbeiter im voraus zu erkennen und in ihrer Auswirkung für die Arbeit am Film einzuschätzen. Der Regisseur muss versuchen, ein Maximum verschiedener Temperamente und Auffassungen unter einen Hut zu bringen. Das ist jedes Mal ein Jongleur-Kunststück, vor allem dann, wenn man mit weltbekannten Stars zu arbeiten hat.
Robert Siodmak (1900 – 1973), deutsch-amerikanischer Regisseur. Anfänge bei der Ufa in Berlin, 1933 Emigration nach Frankreich, 1939 in die USA. In Hollywood spezialisiert er sich auf Thriller der Schwarzen Serie. 1952 Rückkehr nach Europa. Wichtige Filme: Menschen am Sonntag (1929), Abschied (1930), Voruntersuchung (1931), Phantom Lady (1944), The Spiral Staircase (1945), The Killers (1946), Criss Cross (1949), Der rote Korsar (1952), Die Ratten (1955), Nachts wenn der Teufel kam (1957)