In Kooperation mit dem Abendgymnasium Göttingen

Der Elefantenmensch

Im viktorianischen London des ausgehenden 19. Jahrhunderts wird der menschliche Körper des durch eine seltene genetische Erkrankung entstellten Joseph Merrick zum Gegenstand der öffentlichen Wahrnehmung. Auf Jahrmärkten herumgereicht und unter dem reißerischen Pseudonym „Der Elefantenmensch“ dem neugierigen Publikum dargeboten, wird er zum Objekt degradiert, das sowohl Begehrlichkeiten als auch Projektionen weckt.
Der vor einem Jahr verstorbene Kult-Regisseur David Lynch schildert in diesem preisgekrönten Frühwerk die Lebensgeschichte einer Person mit körperlichen Einschränkungen als eine bewegende Begegnung mit einem Menschen, dessen Würde sich nicht in einfache Schubladen stecken lässt.
Wir zeigen den Film in der restaurierten 4K-Fassung.

Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zum Gespräch über Themen des Films mit Erik Kleinfeldt, Selbsthilfe Körperbehinderter Göttingen e.V., und Christian Loos, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der UMG.

USA 1980, 124 Min., OmU, FSK 12
Regie: David Lynch
Mit: Anthony Hopkins, John Hurt, Anne Bancroft, John Gielgud

Montag 23.2. um 19.30 Uhr im Kino Lumière

In Kooperation mit dem Museum Friedland und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft

Die Kraft des Erinnerns

Bis heute sind die Auswirkungen dieses Zweiten Weltkrieges spürbar, sie belasten nachfolgende Generationen und beeinflussen ihren Alltag.
Der Dokumentarfilm „Die Kraft des Erinnerns“ widmet sich den nach dem Krieg geborenen Generationen und den langen Schatten der Vergangenheit. Er veranschaulicht, wie das Erleben und Handeln von Eltern und Großeltern das Leben ihrer Kinder und Enkel prägt – obwohl diese den Krieg selbst nicht erlebt haben. Sechs Protagonist:innen nehmen die Zuschauer:innen mit auf eine emotionale Reise in ihre Familiengeschichte. Die sehr persönlichen Einblicke zeigen, wie die Betroffenen ihren Weg des Erinnerns gestalten und übernommene Verhaltensmuster überwinden. Der Film beleuchtet auch die Weitergabe von Traumata an nachfolgende Generationen und deren Auswirkungen.

Im Anschluss an den Film findet ein Gespräch mit den Filmemacher:innen und einer der Protagonist:innen statt.
Der Eintritt ist frei. Bitte buchen Sie aber einen Platz über unsere Webseite.

D 2025, 105 Min., FSK: k.A.
Regie: Ronald Remus, Sabine Langer, Thomas Knüppel, Anke Heverhagen

Donnerstag 26.2. um 19 Uhr im Kino Méliès