In Kooperation mit dem Museum Friedland und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft

Die Kraft des Erinnerns

Bis heute sind die Auswirkungen dieses Zweiten Weltkrieges spürbar, sie belasten nachfolgende Generationen und beeinflussen ihren Alltag. Der Dokumentarfilm DIE KRAFT DES ERINNERNS widmet sich den nach dem Krieg geborenen Generationen und den langen Schatten der Vergangenheit. Er veranschaulicht, wie das Erleben und Handeln von Eltern und Großeltern das Leben ihrer Kinder und Enkel prägt – obwohl diese den Krieg selbst nicht erlebt haben. Sechs Protagonist:innen nehmen die Zuschauer:innen mit auf eine emotionale Reise in ihre Familiengeschichte. Die sehr persönlichen Einblicke zeigen, wie die Betroffenen ihren Weg des Erinnerns gestalten und übernommene Verhaltensmuster überwinden. Der Film beleuchtet auch die Weitergabe von Traumata an nachfolgende Generationen und deren Auswirkungen.

Im Anschluss an den Film findet ein Gespräch mit dem Filmemacher Roland Remus und einigen der Protagonist:innen statt.
Der Eintritt ist frei. Bitte buchen Sie aber einen Platz über unsere Webseite.

D 2025, 105 Min., FSK: k.A.
Regie: Ronald Remus, Sabine Langer, Thomas Knüppel, Anke Heverhagen

Dienstag 12.5. um 19 Uhr im Kino Méliès

In Kooperation mit Universität Göttingen, DGB und ver.di

The Delivery Guy

Für viele junge Menschen aus Südasien, die eine berufliche Perspektiven suchen, ist Deutschland ein vielversprechendes Ziel. Sie nehmen große finanzielle und emotionale Belastungen auf sich und hoffen auf ein besseres Leben. Doch die Realität sieht oft anders aus. THE DELIVERY GUY erzählt die Geschichten zweier südasiatischer Studenten in Berlin, die unter prekären Bedingungen für Liederdienste arbeiten. Der Film schildert ihre Hoffnungen, Enttäuschungen und ihren täglichen Kampf um Würde in einem System, das ihre Anwesenheit kaum zur Kenntnis nimmt. Filmemacher Debarun Dutta und Gewerkschafter Aju John aus Berlin diskutieren nach dem Film mit Göttinger Lieferdienstfahrer:innen, Gewerkschafter:innen und Forschenden der Universität Göttingen – auch über die Situation in Göttingen.

Veranstaltet von: Centre for Modern Indian Studies, Zentrum für globale Migrationsstudien, Professur „Soziologie der Arbeit“, International Student Office (alle vier Uni Göttingen), Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen, Deutscher Gewerkschaftsbund Region Südniedersachsen, Bildungswerk ver.di

Der Eintritt ist frei! Wir bitten dennoch um Platzreservierung über unsere Webseite.

D 2025, 30 Min., englische Originalfassung
Regie: Debarun Dutta

Dienstag 19.5. um 19 Uhr im Kino Lumière

In Kooperation mit CeMIS (Centre for Modern Indian Studies) Halbmond am Safran-Himmel

Halbmond am Safran-Himmel

Crescent in the Saffron Sky

Während der Hindunationalismus Indien erfasst und Muslime immer weiter marginalisiert, sieht der prominente muslimische Politiker Asaduddin Owaisi eine Chance, seine politischen Ambitionen zu verfolgen. Seine Partei „All India Majlis-e-Ittehadul Muslimeen“ steht für eine säkulare Demokratie und Minderheitenrechte. Doch hat diese Politik eine Zukunft?
Der Film blickt hinter die mediale Darstellung, in der Owaisi als antinational dämonisiert wird. Er zeichnet ein differenziertes Bild des Politikers und schildert die Herausforderungen, mit denen Parteien wie die AIMIM konfrontiert sind, die in einem hindunationalistischen Staat ihr politisches Programm auf der Basis ihrer muslimischen Identität entwickeln.

Die Regisseure Alishan Jafri und Omair Farooq sind anwesend.
Der Eintritt ist frei! Wir bitten dennoch um Platzreservierung über unsere Webseite.

Indien 2025, 53 Min., englische Originalfassung
Regie: Alishan Jafri & Omair Farooq

Donnerstag 28.5. um 20 Uhr im Kino Méliès

Film und Gespräch

Wolken über Lützerath

Regisseur Lukas Reiter begleitet drei sehr unterschiedliche Akteur:innen des Widerstands rund um das von Braunkohleabbau bedrohte Dorf Lützerath und zeichnet ein vielschichtiges Bild zwischen Aktivismus, Strategie und den Nachwirkungen der Ereignisse. Blinker, Ronni und Kathrin sind sich einig. Hier in Lützerath verläuft für sie die 1,5-Grad-Grenze. Doch alle drei haben unterschiedliche Methoden, an die Problematik heranzugehen. Ronni fokussiert sich auf die Medienstrategie, während Blinker das Dorf mit ihrem Körper und Barrikaden verteidigen will. Kathrin Henneberger ist Mitglied des Bundestags für die Grünen und kämpft dort für den Erhalt des Dorfes. Doch die Grünen-Basis scheint sich schwer gegen die Parteispitze durchsetzen zu können. Nach der Räumung bleiben die Bilder der Zerstörung des Dorfes. Ein Jahr später trifft der Regisseur die drei Protagonist:innen wieder. Wie blicken sie auf Lützerath zurück, und wie geht es ihnen jetzt?

Regisseur Lukas Reiter ist für ein Filmgespräch zu Gast im Kino.

D 2025, 110 Min., FSK: k.A.
Regie: Lukas Reiter

Donnerstag 28.5. um 19.30 Uhr im Kino Lumière