In Kooperation mit dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung

Gleich “behandelt”? Noch lange nicht!

Medical Gaslighting wird seit einigen Jahren verstärkt diskutiert. Besonders Frauen erleben, dass Schmerzen oder schwer einzuordnende Beschwerden nicht ernst genommen und als „Frauenleiden“, Hormonschwankungen, Stress oder Einbildung abgetan werden. Das kann notwendige Behandlungen verzögern oder verhindern und trägt zum Gender Health Gap bei – obwohl bekannt ist, dass es deutliche medizinische Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt.

Kurzfilme, Podiumsdiskussion, Austausch
zum Internationalen Frauentag 2026

mit Gleichstellungsminister Dr. Andreas Philippi

Der Eintritt ist frei. Bitte buchen Sie aber einen Platz über unsere Webseite.

Freitag, 6.3. um 16.30 Uhr im Kino Méliès

Weitere Informationen finden Sie hier

Deutsches Theater and Lumière proudly present:

The Rocky Horror (Picture) Show

Ein Fest für alle Fans des Kultklassikers: „Rocky Horror Show Meets Rocky Horror Picture Show“ vereint mitreißende Musik und Gesang aus der aktuellen Inszenierung am Deutschen Theater Göttingen mit dem unvergesslichen Originalfilm. Moritz Schulze als Dr. Frank’n’Furter reißt das Publikum zur Einstimmung mit einer spektakulären Gesangseinlage in eine Nacht voller Glamour, Ekstase und absoluter Extravaganz.

Es folgt die Wiederaufführung des frisch restaurierten Kultfilms mit seinen ikonischen Songs, schrillen Kostümen und der einzigartigen Stimmung – ganz im Sinne der legendären Rocky-Horror-Tradition. Es darf (und soll!) mitgesungen, gejubelt und gefeiert werden – Verkleidung ist ausdrücklich erwünscht!

Let’s do the Time Warp again!

Aus dem Lumière-Programmheft Juli/August 1999:

Vor mehr als 20 Jahren startete THE ROCKY HORROR PICTURE SHOW erstmals in den deutschen Kinos. Seitdem haben ihn über 2 Millionen Besucher gesehen, der Film wurde zum kultigsten Kultfilm aller Zeiten. Aber noch immer soll es Menschen geben, die Dr. Frank N. Furter und den Time Warp nicht kennen. Also noch einmal aufgepasst:

Das Mittelklasse-Liebespaar Brad und Janet gerät nach einer nächtlichen Autopanne auf den transsilvanischen Jahreskongress bunt gekleideter, extraterrestrischer Music-Hall-Wesen unter Leitung des Transvestiten Frank N. Furter. Der erweckt das künstliche Lustobjekt Rocky zum Leben, verführt sowohl Brad als auch Janet, ein wüster Motorrad-Freak bricht durch die Wand und verschwindet unter schaurigen Umständen wieder. Als schließlich noch eine Palastrevolution ausbricht, erreicht das rauschende Fest seinen Höhepunkt: Das ganze Spukschloss samt Insassen hebt nach gelungenem Time Warp ab in den Weltraum, Kurs: Planet Transsexual. Viel Spaß!

Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 9 Euro. 

USA/GB 1975, 100 Min., Englische Originalfassung, FSK 12
Regie: Jim Sharman
Mit: Tim Curry, Susan Sarandon, Barry Bostwick, Richard O’Brian, Meat Loaf, Paricia Quinn, Charles Gray

Freitag, 6.3. um 19.30 Uhr im Kino Lumière

In Kooperation mit dem Entwicklungspolitischen Informationszentrum EPIZ/ Zum Internationalen Frauentag

Lolita lesen in Teheran

Im Teheran der 1990er Jahre trifft sich eine Literaturprofessorin heimlich mit sechs Studentinnen zu einem Seminar in ihrem Wohnzimmer. Sie lesen als stillen Akt des Widerstands ausländische Klassiker, die von der theokratischen Diktatur als feindlich eingestuft wurden. Von  F. Scott Firzgerald über Henry James und Jane Austen wird Vladimir Nabokovs Roman „Lolita“ zum zentralen Bezugspunkt. Der alte Humbert Humbert legitimiert darin den Missbrauch an der 12jährigen Dolores Haze mit dem Deckmantel der Liebe und beraubt sie ihrer kindlichen Identität. Die Frauen erkennen darin Parallelen zum Mullah-Regime, das Gewalt und Kontrolle mit religiöser Bestimmung rechtfertigt.

Der Spielfilm nach der autobiographischen Vorlage von Azar Nafizi verbindet ihre persönlichen Erinnerungen mit einer kritischen Auseinandersetzung über Zensur, Unterdrückung und dem Verlust individueller Rechte im Iran.

Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit Niels Penke statt.

Italien/Israel 2025, 108 Min., OmU, FSK 12
Regie: Eran Riklis
Mit: Golshifteh Farahani, Zar Amir, Mina Kavani, Bahar Beihaghi, Isabella Nefar

Dienstag 10.3. um 19.30 Uhr im Kino Lumière

In Kooperation mit Göttingen Postkolonial

Kolonialismus made in Göttingen & Caution Colonialism

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus zeigen zwei neue Filme aus Göttingen, wie koloniale Kontinuitäten bis heute Wissen, Stadt und Alltag prägen.

KOLONIALISMUS MADE IN GÖTTINGEN (2025, 51 Min.) ist ein dokumentarischer Dialogfilm, der wissenschaftliche, aktivistische und zivilgesellschaftliche Perspektiven zusammenführt. Am Beispiel Göttingens analysiert der Film koloniale Wissensproduktion, die Rolle der Universität und die Konstruktion rassistischer Kategorien – von ihren historischen Grundlagen bis zu heutigen Erfahrungen Schwarzer Göttinger*innen.

In CAUTION COLONIALISM (2025, 28 Min.) deckt die junge OvaHerero-Aktivistin Ningiree Kauvee die oft unsichtbaren Spuren des kolonialen Erbes in Göttingen auf. Der Film begleitet sie bei den Vorbereitungen eines performativen Stadtrundgangs, der zu einem persönlichen und politischen Akt der Selbstermächtigung wird.

Am 17. März findet im Anschluss an die Vorführung ein Publikumsgespräch mit den Filmemachenden statt. Bei allen Terminen sind zudem Mitglieder von Göttingen Postkolonial vor Ort und ansprechbar für Gespräche und Fragen.

Dienstag 17.3. um 20 Uhr im Kino Lumière
Mittwoch 18.3. um 17.30 Uhr im Kino Lumière
Mittwoch 25.3. um 17.30 Uhr im Kino Lumière

ABSPANN. Das Filmgespräch

La Grazia

Liebe. Zweifel. Verantwortung. Vaterschaft. Moral. Dies sind die Kräfte, die Mariano De Santis, den scheidenden Präsidenten Italiens, geformt haben. Während seine Amtszeit sich ihrem Ende zuneigt, steht De Santis vor quälenden Entscheidungen – sowohl auf politischer als auch auf zutiefst persönlicher Ebene. Inmitten dieser moralischen Zwickmühlen muss er sein eigenes Gewissen um Rat fragen, sowie die Menschen, die ihm am nächsten stehen, darunter seine Tochter Dorotea. Zusammen stellen sie sich der zeitlosen Frage: Wem gehören unsere Tage?

Der neue Film des preisgekrönten Filmemacher Paolo Sorrentino („La Grande Bellezza“, „The Hand of God“) ist eine intime Reflektion über Identität und Erinnerung, erfüllt von Sorrentinos charakteristisch lyrischer Vision, visuell überwältigend und emotional ergreifend – eine tiefgründige Meditation über die Entscheidungen, die ein Leben ausmachen und auf die unauslöschlichen Spuren, die man als Mensch durch seine Familie und seine Handlungen hinterlässt. Für seine meisterhafte Darbietung wurde Toni Servillo beim Filmfestival von Venedig 2025 als bester Schauspieler ausgezeichnet.

Am 21. März im Anschluss an die Vorstellung: ABSPANN. Das Filmgespräch: Mit Filmen denken und die Welt neu sehen. Für alle, die nach dem Film gern ins Gespräch kommen möchten. Philosophisch, kritisch, alltagsnah. Moderiert von dem Philosophen und Kulturwissenschaftler Manuel Scheidegger. Die Veranstaltung ist niedrigschwellig und spontan. Wer mag, bleibt einfach sitzen oder holt sich kurz ein Getränk. Zu Beginn werden Fragen und Gedanken gesammelt und/oder der Moderator schlägt ein Thema vor. Dann wird in Gruppen oder im Plenum diskutiert. Mit offenem Ausgang, aber pünktlichem Schluss: eine Stunde nach Filmende.

I 2025, 131 Min., OmU und DF, FSK 12
Regie und Buch: Paolo Sorrentino
Mit: Toni Servillo, Anna Ferzetti, Orlando Cinque

Samstag 21.3. um 19.30 Uhr im Kino Méliès

In Kooperation mit den Filmkunstfreunden Göttingen e.V.

Wunschfilm in der Sonntagsmatinee

Erneut präsentieren wir bei einem Glas Sekt einen Wunschfilm der Besucher:innen im Méliès. In diesem Monat ist es das berührende Meisterwerk von Wim Wenders:

Perfect Days

Hirayama reinigt öffentliche Toiletten in Tokio. Er scheint mit seinem einfachen, zurückgezogenen Leben vollauf zufrieden zu sein und widmet sich abseits seines äußerst strukturierten Alltags seiner Leidenschaft für Musik, die er von Audiokassetten hört, und für Literatur, die er allabendlich in gebrauchten Taschenbüchern liest. Durch eine Reihe unerwarteter Begegnungen kommt nach und nach eine Vergangenheit ans Licht, die er längst hinter sich gelassen hat.

„PERFECT DAYS ist ein stilles Drama um den Wert des Glücks in der heutigen Welt. Wim Wenders gelingt ein unterhaltsamer, oft sehr poetischer Film, der die Frage nach dem richtigen Leben stellt und einen Menschen zeigt, der meint, dies für sich gefunden zu haben.“ (film-rezensionen.de)

D/JP 2023, 123 Min., DF, FSK 0
Regie: Wim Wenders
Mit: Koji Yakusho, Tokio Emoto, Arisa Nakano

Sonntag 29.3. um 11 Uhr im Kino Méliès