In Kooperation mit der Heinz Sielmann Stiftung

Die Green Screen Tour 25/26 – Die besten Naturfilme des Jahres

Jedes Jahr im September werden auf dem GREEN SCREEN Naturfilmfestival in Eckernförde, dem besucherstärksten Naturfilm-Event Europas, die besten Filme und aufregendsten Dokumentationen des Jahres prämiert. Der bekannte TV-Moderator und Festivalleiter Dirk Steffens wählt mit seiner Crew dann die faszinierendsten Beiträge für die GREEN SCREEN FILMTOUR aus. Dirk Steffens und die anderen Jury-Mitglieder hatten bei der Vielfalt der eingereichten Festivalfilme die Qual der Wahl: „Unser Filmtour-Programm zeigt wieder die besten Naturfilme auf höchstem internationalem Niveau. Dabei werden sich die ausgewählten Filme aber auch wieder intensiv mit den drängenden Natur-Themen Wildnis-Bewahrung, Bio-Diversität und Klimawandel auseinandersetzen!“
Alle Naturfilme des Filmtour-Programms wurden nominiert oder ausgezeichnet auf dem GREEN SCREEN Naturfilmfestival 2025. Teilweise neu editiert erscheinen sie dann im neuen Glanz im Filmtour-Programm – auf jeden Fall ein faszinierendes Potpourri der bewegendsten Szenen aus dem neuen Festival-Jahrgang. Quasi das „Best Of“ der Naturfilme 2025 aus der ganzen Welt in ca. 100 Min. auf der großen Kinoleinwand.

Infos zu den Filmen und Terminen: www.outdoor-ticket.net

Samstag 4.4. um 16 Uhr

Vorverkauf & Karten nur über die Website der Green Screen Tour!

Filmstadt Göttingen – Wiederholung auf vielfachen Wunsch

Rosen für den Staatsanwalt

Weil er während des Zweiten Weltkriegs zwei Dosen Fliegerschokolade auf dem Schwarzmarkt gekauft hat, wird der Soldat Kleinschmidt 1945 von einem Kriegsgericht unter der Anklage des Kriegsgerichtsrats Schramm zum Tode verurteilt. Durch einen Fliegerangriff entkommt Kleinschmidt der Exekution. Nun ist der Krieg vorbei, Kleinschmidt kehrt in seine Heimatstadt zurück. Dort trifft er zufällig seinen einstigen Ankläger Schramm wieder, der auch im „entnazifizierten“ Deutschland Karriere als Oberstaatsanwalt gemacht hat …
Wolfgang Staudtes Meisterwerk ist eine bissige Satire, die im Filmatelier Göttingen hergestellt wurde, mit Außenaufnahmen in Göttingen selbst (Goetheallee, Hainholzhof, Kerstlingeröder Feld), sowie in Kassel und Umgebung.

Mit Einführung durch Sven Schreivogel vom Filmbüro Göttingen.

D 1959, 98 Min., FSK 12
Regie: Wolfgang Staudte
Mit: Martin Held, Ingrid van Bergen, Walter Giller

Donnerstag 9.4. um 19.30 Uhr im Kino Méliès

Hommage zum 165. Geburtstag – In Kooperation mit dem Lou Andreas-Salomé Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie

Lou Andreas-Salomé

Die Regisseurin Cordula Kablitz-Post lässt in ihrem gelungenen und zum Teil in Göttingen gedrehten Spielfilmportrait die von Lou Andreas-Salomé selbst festgehaltene Lebensgeschichte lebendig werden. Die Begegnung mit Sigmund Freud und „seiner“ Psychoanalyse bestimmte ihre zweite Lebenshälfte. In Göttingen blieb sie bis zu ihrem Tod 1937 die einzige Analytikerin. Der Film zeigt eindrucksvoll, wie ihr „entriegelter Freiheitsdrang“ nicht nur ihr Leben und literarisches Schaffen gestaltete, sondern auch ihren Umgang mit der Psychoanalyse geprägt hat. Ihrem Motto getreu („wir wollen doch mal sehen, ob sich nicht die allermeisten unübersteiglichen Schranken, die die Welt zieht, am Ende als harmlose Kreidestriche herausstellen“), verweigerte sie sich trotz ihres unkonventionellen Lebensweges der Vereinnahmung als Ikone der Frauenbewegung. Viele Männer vermochte sie zu faszinieren; die bekanntesten waren wohl Friedrich Nietzsche, Rainer Maria Rilke und Sigmund Freud.

Mit einer Einführung von Dr. Brigitte Rempp und Dr. Inge Weber vom Lou Andreas-Salomé Institut Göttingen.

D 2016, 113 Min., FSK 6
Regie: Cordula Kablitz-Post
Mit: Katharina Lorenz, Nicole Heesters, Liv Lisa Fries

Dienstag 14.4. um 19.30 Uhrm im Kino Méliès

In Kooperation mit dem GEW-Kreisverband Göttingen

Der Fremde

François Ozon verfilmt Albert Camus’ weltberühmten Roman als eindringliches Schwarzweiß-Drama. Im kolonialen Algerien steht Meursault vor Gericht: Nicht nur der Mord am Strand wird verhandelt, sondern seine Weigerung, Gefühle und Konventionen zu bedienen. Ozons Inszenierung und die konsequent subjektive Perspektive machen den Film zu einem anregenden Anlass, über Sinn, Normen und gesellschaftliche Doppelmoral nachzudenken und zu sprechen. Politisch schärft der Film den Blick auf koloniale Machtverhältnisse und die Frage, wie Gesellschaften Andersartigkeiten sanktionieren. Als GEW laden wir zum gemeinsamen Kinobesuch ein, weil kulturelle Teilhabe und kritische Debatten über Demokratie und Gerechtigkeit zentrale Themen gewerkschaftlicher Arbeit sind. Gleichzeitig geben wir gerne den Anlass für eine schulische Auseinandersetzung und unterstützen eine Behandlung im Unterricht.

Freier Eintritt für GEW-Mitglieder! Im Anschluss an den Film lädt der Kreisverband der GEW zum Austausch ein.

F 2025, 120 Min., DF, FSK 12
Regie: François Ozon
Mit: Benjamin Voisin, Rebecca Marder, Pierre Lottin, Denis Lavant

Donnerstag 16.4. um 19.30 Uhr im Kino Lumière

Vortrag und Film

Jane Campions: Das Piano – Zwischen Leidenschaft und Widerstand

Einführender Vortrag und Gespräch mit Marisa Buovolo, Autorin des Buches „Jane Campion und ihre Filme“ (2024). DAS PIANO zählt zu den bekanntesten Filmen von Jane Campion – vielfach ausgezeichnet und bis heute intensiv diskutiert. Doch jenseits der ikonischen Bilder erzählt der Film von einer Frau, die in einer fremden Welt um Ausdruck und Selbstbestimmung ringt. In ihrer Einführung lädt die Autorin dazu ein, diesen Klassiker neu zu sehen – als sinnliche und zugleich politische Erzählung zwischen Melodram, Kolonialgeschichte und weiblicher Selbstbehauptung.
Mitte des 19. Jahrhunderts: Die stumme Ada wird mit ihrer kleinen Tochter am Strand von Neuseeland abgesetzt, um eine arrangierte Ehe einzugehen. Ada ist scheu und verschlossen – der wichtigste Gegenstand in ihrem Leben ist ein Klavier, das sie aus Europa mitgebracht hat. Doch ihr Gatte Stewart verkauft das Instrument an den Nachbarn Baines …

Wir zeigen den Film als Wiederaufführung in neurestaurierter Fassung. Marisa Buovolo ist Autorin, Publizistin und Dozentin mit den Schwerpunkten Filmwissenschaft, Modeund Kulturgeschichte, sowie mediale Körperinszenierung.

AUS 1992, 120 Min., DF, FSK 12
Regie: Jane Campion
Mit: Holly Hunter, Anna Paquin, Sam Neill, Harvey Keitel

Donnerstag 16.4. um 19 Uhr im Kino Méliès

Die Filmkunstfreunde Göttingen e.V. präsentieren: Stummfilm mit musikalischer Begleitung

Goldrausch

Alaska 1898: Im Goldrausch stürzt sich der „Tramp“ in das gefahrvolle Leben der Goldschürfer: Hunger, Kälte, Einsamkeit. Er übersteht zahlreiche Abenteuer und muss sich gegen die rauen Sitten der anderen Goldsucher durchsetzen, doch nichts kann ihn aufhalten. Er verliebt sich schließlich in der Goldgräberstadt in die schöne Tänzerin Georgia, die seine Gefühle zunächst nicht erwidert, aber durch eine unerwartete Wendung gewinnt der „Tramp“ mehr als er sich erhofft hatte … Der legendäre Brötchentanz und die Szene, in der Chaplin versucht, einen Schuh zu essen, gehören zu den größten Szenen der Filmgeschichte. GOLDRAUSCH wurde zu einem der besten Filme aller Zeiten gekürt.

Live-Begleitung durch Björn Jentsch: Der virtuose Multiinstrumentalist spielt dabei bis zu 17 Instrumente gleichzeitig. Seine kreative Klangwelt macht den Abend zu einem einzigartigen audiovisuellen Erlebnis, das Filmkunst und Konzert auf besondere Weise verbindet.

USA 1925, 89 Min., FSK 6
Regie: Charlie Chaplin
Mit: Charlie Chaplin, Georgia Hale, Mack Swain

Freitag 17.4. um 19.30 Uhr im Kino Méliès

Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 10 Euro

In Kooperation mit SeaWatch Göttingen

Kein Land für Niemand

„Deutschland ist Motor bei der Verschärfung der europäischen Migrationspolitik“ – mit diesen Worten meldete sich Bundesinnenminister Alexander Dobrindt nach dem Rat der EU-Innenminister zur „Begrenzung der irregulären Migration nach Europa“ in Brüssel am 8. Dezember 2025. Schon Ende Februar 2026 setzte der Bundestag die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) in deutsches Recht um. Doch wann und wie kam es von einem „Wir schaffen das“ zu einem so drastischen Wechsel in der Asylpolitik?
In eindringlichen Geschichten zeigt KEIN LAND FÜR NIEMAND eine zunehmend beängstigende Realität aus Sicht von Geflüchteten und analysiert die Dynamiken hinter dem historischen Rechtsruck. Im Dialog mit Aktivist:innen, Wissenschaftler:innen und Publizist:innen fordert der Film dazu auf, den brutalen Status Quo und die scheinbar unaufhaltsame Radikalisierung der Migrations- und Asyldebatte in Frage zu stellen.

Im Anschluss der Filmvorführung am 23.4. findet ein Publikumsgespräch mit dem Filmemacher Maik Lüdemann statt. Moderiert wird die Veranstaltung von Aktivist:innen der SeaWatch Ortsgruppe Göttingen.

D 2025, 111 Min, FSK 12
Regie: Max Ahrens & Maik Lüdemann

Donnerstag 23.4. um 20 Uhr
Montag 27.4. um 17.30 Uhr
im Kino Lumière